IG Hirzbergbahn


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Geschichtliches

Schmalspur

Eines unserer Verinsziele stellt der Aufbau einer thüringischen Schmalspurbahn-Schauanlage dar.

Zunächst ein kurzer Blick in die Eisenbahngeschichte: Thüringen umfasste in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts acht Fürstentümer und mehrere Exklaven preußischer Provinzen. Im Jahre 1879 ging die erste öffentliche Meterspurbahn in Deutschland als Staatsbahn in Betrieb:

  • die Feldabahn Bad Salzungen - Vacha (1906 Umbau auf Normalspur) mit Abzweig Dorndorf - Kaltennordheim (1934 Umbau auf Normalspur) im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach

Es folgten weitere staatliche meterspurige Strecken im Großherzogtum Sachsen-Meiningen:

  • 1887 die Strecke Hildburghausen - Heldburg (1946 eingestellt, Reparation Sowjetunion)


  • 1890 die Strecke Eisfeld - Unterneubrunn (1973 stillgelegt)


Zusätzlich entstanden Schmalspurstrecken durch private Initiative:

  • 1887 die Strecke Weimar - Rastenberg (Teilstilllegung 1923, 1946 Reparation Sowjetunion)


  • 1901 die Strecke Gera-Pforten - Wuitz-Mumsdorf. Der Verkehr auf der GMWE = Gera - Meuselwitz - Wuitzer Eisenbahn wurde 1971 eingestellt.


  • 1899 die Strecke Wernshausen - Trusetal (vormals Herges-Vogtei) als einzige 750mm - Schmalspurbahn Thüringens (Stilllegung Personenverkehr 1969, Güterverkehr 1968).

Somit existiert auf dem Gebiet des heutigen Freistaates Thüringen, das südliche Teilstück der Harzer Schmalspurbahnen und die Parkbahn Gera einmal vernachlässigt, keine schmalspurige Eisenbahn mehr, ebenso wenig aber auch ein Denkmal, welches an eine solche erinnert.

Dies änderte sich 2002, als engagierte Freunde der
IG Wagen einen ehemals zweiachsigen Güterzuggepäckwagen (ex Erfurt 241) aus der Erstausstattung der Eisfelder Bahn vor der Zerlegung bewahrten und bargen. Dem Gedanken einer musealen Aufarbeitung und Zurschaustellung stand in Thüringen nur der Verein Hirzbergbahn e.V. wohlwollend gegenüber und so gelangte das Unikat in dessen Sammlung. Mittlerweile ist das Fahrzeug mit Hilfe des FöBi (Förder- und Bildungswerk) Gotha in alter Schönheit wieder erstanden.

Die Chance, weitere Schmalspurfahrzeugrelikte thüringischer Bahnen zu übernehmen, sowie der Nutzung des ehemaligen Sägewerkes in Georgenthal (Eisenbahnwerkstatt) führten zu dem Beschluss, die zukünftige Museumsbahn durch eine interessante und einmalige Schmalspurschauanlage zu ergänzen. Dabei ist ein Querschnitt durch alle meterspurigen Bahnen Thüringens angedacht. Die Darstellung eines Staatsbahn - Personen- und eines Güterzuges (DRG) sowie eines Pmg der Geraer Bahn im Stile der DR wären möglich. Es sind bereits 21 Wagen und 3 Lokomotiven vorhanden, weitere Fahrzeuge könnten die Sammlung ergänzen. (Stefan Rademacher, Joachim Schulz)



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