IG Hirzbergbahn


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100 Jahre Kleinbahn Langensalza - Kirchheilingen

Regelspur

Festlichkeiten zum 100 jährigen Jubiläum der Langensalzaer Kleinbahn

Am 06. Juli 2013 wurden die Feierlichkeiten zu Ehren des 100 jährigen Bestehens im Bhf Kirchheilingen ausgetragen. Hier wurden viele Beschäftigungsmöglichkeiten geboten. Auch viele ehemalige Eisenbahner, welche noch ihren Dienst auf der Kleinbahn verrichteten, trafen sich zum Erfahrungsaustausch.

Mit einer Tschu-Tschu Bahn gab es die Möglichkeit von Kirchheilingen nach Bad Langen-salza Ost zu fahren und dort in den Zug der IGHB nach Bad Langensalza umzusteigen. Hier kam unsere Lok 5 (V 22) und ein Reisezugwagen der Gattung Bom der DB Regio AG zum Einsatz. Nach dem Umsetzen der Lok ging es dann wieder zurück nach Bad Langensalza Ost und mit dem „Schienenersatzverkehr“ weiter nach Kirchheilingen.

Zur Vorbereitung der Pendelfahrten war es notwendig, eine Ausnahmegenehmigung für den Personenverkehr nach § 66 der Bau- und Betriebsordnung für Anschlussbahnen (BOA) bei der Landeseisenbahnaufsicht zu beantragen. Eine Dienstanweisung für den Festtag musste erstellt und die Einweisung der Betriebspersonale auf die Anschlussbahn durchgeführt werden.

Es fanden 14 Pendelfahrten auf der 1,7 km langen Strecke zwischen Bad Langensalza Ost und Bad Langensalza statt. Hierzu wurde auch die mechanische Vollschranke in Bad Langensalza Ost durch IG HB-Personal bedient.
Die Fahrten waren stets gut besucht, und bei einigen Fahrgästen wurden viele Erinnerungen geweckt. Interessant für die Teilnehmer war unter anderem das Umsetzen der Lok und die notwendigen betriebsdienstlichen Handlungen.

Hiermit sei allen Mitwirkenden der IG HB für die disziplinierte Durchführung des Eisenbahn-betriebes gedankt. Besonderer Dank gilt auch Frau Taschner als Anschlussbahnleiterin der Firma Heyl-Mühlen GmbH & Co KG und Frank Baumgarten, welche maßgeblich zum guten Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

Zur Geschichte der Kleinbahn

Die Bahnlinie zweigt von der eingleisigen Hauptbahn Gotha – Leinefelde im Bahnhof Bad Langensalza ab. Im Bahnhof Bad Langensalza Süd befand sich der Lokalbahnhof der Langensalzaer Kleinbahn AG. Am 03. Juli 1913 wurde der erste Zug in Kirchheilingen feierlich in Empfang genommen.

Die Weiterführung der Bahn über Bruchstedt (Spitzkehre) bis Haussömmern konnte jedoch auf Grund des ersten Weltkrieges erst am 13. Juli 1923 in Betrieb genommen werden. Die Gesamtlänge der Bahn betrug somit nun 27,4 km.
Große Bedeutung erlangte die Bahn beim Bau des Flugplatzes in Bad Langensalza in den 1930 iger Jahren und beim Aufbau des Ortes Bruchstedt nach einem Unwetter im Jahr 1952. Hier diente die Kleinbahn zur Beförderung von Helfern und Baumaterial.

Fahrzeuge waren erst 3 achsige Dampflokomotiven, danach Lokomotiven der ELNA-Reihe, welche vom Bw Gotha aus eingesetzt wurden. Als Wagenmaterial dienten 2 achsige Güter- und Personenwagen. Zur Wasserversorgung der Dampflokomotiven wurden auch umgebau-te Lok-Tender als Wasserwagen mitgeführt. Nach der „Verdieselung“ kamen auch Leichtver-brennungstriebwagen (LVT) der Baureihe VT 2.09, sowie Dieselloks der Baureihen V 15, V 60 und V 100 zum Einsatz.

Am 24. September 1967 wurde bereits der Betrieb auf dem Abschnitt Haussömmern – Bruchstedt eingestellt. Der Personenverkehr auf der Strecke Bad Langensalza – Kirchhei-lingen wurde am 01. Dezember 1969 eingestellt.
Die Gleisanlagen wurden von Haussömmern aus bis Bad Langensalza Ost zurückgebaut und werden heute teilweise als Radweg genutzt.
Im Güterverkehr wird der Abschnitt Bad Langensalza - Bad Langensalza Ost noch weiter betrieben. Eigentümer der Infrastruktur ist die Firma Heyl-Mühlen GmbH & Co KG, welche die Strecke auch als Anschlussbahn betreibt.

Am 13. Oktober 2012 konnte nach fast 43 Jahren wieder ein Zug in Kirchheilingen beobachtet werden. Die von der IG HB erworbene V 10 B (ex Lok 7) und der Bag Wagen wurden im ehemaligen Bahnhofsbereich aufgestellt und zu einer Kleinbahnpension ausgebaut. Initiator hierfür ist die Stiftung Landleben. Zum 100 jährigen Kleinbahnjubiläum, am 03. Juli 2013, konnte die Kleinbahnpension durch den Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises und vielen Mitwirkenden eingeweiht werden.





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